Charamicos 

Charamicos prägen das weihnachtliche Bild in den Straßen von Santo Domingo.

Rafael de Jesus - ein Pionier unter den CharamiquirosEs ist mehr als 30 Jahre her, da diese trockenen, auf Zement-Dosen stehenden Bäume, zum ersten Mal zum Ausdruck der Dominikanischen Weihnacht wurden.

Die Charamicos komplettieren die Dominikanischen Weihnachten. Die immer überfüllte Avenida Winston Churchill erhält ihren weihnachtlichen Charme jedes Jahr auch durch die bunten Waren, welche die Charamiqueros entlang des Weges anbieten. Der Pionier unter ihnen heisst Rafael deJesus. Er war der Erste, der seinen Platz auf dieser Straße im Jahr 1979 einnahm, nachdem er die Familientradition von seinem Vater übernahm.

Die "De Jesus-Familie", aus Puerto Plata begann mit der Schaffung einer Krippe aus getrockneten Zweigen und Holz. Mit der Zeit wurde ihre Arbeit so beliebt, dass sie begannen, Weihnachtsbäume, Sterne, Körbe, Engel, Esel und mehr zu fertigen. Zunächst wurden sie in den traditionellen Feiertagsfarben, rot und grün bemalt, aber bald schon in einer Vielzahl anderer Farben einschließlich grau, lila und sogar orange.

Bunte Charamiquiros prägen das weihnachtliche Straßenbild von Santo DomingoHeute gibt es ihre Kunst in den Städten im ganzen Land, obwohl sie hauptsächlich auf der Avenida Winston Churchill, in Santo Domingo zu finden sind. Dank der Charamicos erzählt Rafael, hätte er seine Frau kennengelernt und war in Lage fünf Kinder großzuziehen. In der Nebensaison, ist Rafael im Bau und als Hafenarbeiter beschäftigt.

Bereits im Juni so berichtet Rafael, würde er sich ein Darlehen aufnehmen, um die Materialien für die Charamicos zu kaufen und zusammen mit seinen Kindern wechsle er in seine Werkstatt an der Avenida Churchill, wo er seine Produkte zum Verkauf anbietet und wo man die Charamicos auch bestellen kann.

Betrachtet man die Bäume, die verschiedenen Körbe, Sterne, Kugeln, Kegel, Krippen, Engel und Eselchen, kommt man nicht umhin zu fragen, wie diese Kunstwerke gemacht werden, woher sie die Reben, das Gras und das Holz um all das herzustellen, bekommen und wie teuer sie sind.

Die Charamicos komplettieren die Dominikanische WeihnachtenZu Beginn erklärt Rafael, sind die Charamicos nur Bäume, die aus einer Fülle von trockenen Zweige bestehen; der Rest sei Handwerk, gemacht aus Buschwerk und verschiedenen Arten von Holz. Die Menschen jedoch bezeichnen alles als Charamicos, was auf der Avenida angeboten wird.

Die meisten Reben und Stöcke für die Charamicos kommen aus den Bergen in einem Umkreis von 25 bis 36 Kilometern um die Autopista Duarte. Das am häufigsten verwendete Material ist der Olivenbaum, dessen Äste oft viele kleine Blätter haben. Wie werden diese entblättert? Früher als er noch ein kleiner Junge war, erzählt Rafael, habe er die Blätter von Hand entfernt, aber nun schneide er die Zweige rechtzeitig ab und lasse sie in der Sonne trocknen um sie auf diese Weise von den Blättern zu befreien.

Die Esel mit Yerba Pangola gefülltDie großen Quadrate werden aus Olivenholz oder anderen Hölzern, die flexibel und einfach zu befestigen sind, gebildet. Der Stamm eines Baumes namens Jaquiméi, wird in der Regel verwendet, um die Kugeln, Sterne, Zapfen und die Basis der Körbe zu machen. Die Formen werden mit chinesischen Wein umrahmt, die Esel mit Yerba Pangola gefüllt (das fressen auch die Kühe, erklärt Rafael) und Guajaca wird verwendet um die Krippendarstellungen zu schmücken.

Und die Preise? "Nun, je nach Größe, aber es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei, betont Rafael.

Kunst aus Rattan und Holz

Charamicos prägen das weihnachtliche Bild in den Straßen von Santo DomingoDer Baum wird bestückt mit natürlichen Stöcken und Ästen. Um dem Baum seine Farbe zu geben, platziert David De Jesus den Charamico in einem flachen Pool und spritzt Farbe mit einem Behälter mit Löchern wie in einer Dusche über den Baum. Die Farbe läuft zum Rand des Pools ab. Auf diese Weise wird eine Farbansammlung verhindert und der Charamico einheitlich gefärbt.

Um die Umwelt zu schützen, sagt Rafael schneide er keine Bäume in der Nähe von Flüssen und oft kaufe er die Zweige und Reben auch von Landbesitzern. Praktisch könne man damit auf eine gute Art und Weise die Rebstöcke von den Stämmen der Bäume entfernen, erklärt Rafael. Neben Reben, Gras und Holz für die Herstellung von Charamicos werden auch Lack, Farbe, Glitzer, Guajaca, Hammer und Nägel verwendet.

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