Larimar Dominikanische Republik

Larimar ist ein wunderschöner blauer Edelstein, der nur in der Dominikanischen Republik zu finden ist. Seine blaue Farbe ähnelt dem tropischen Gewässer und er wird wegen seines Aussehens häufig für Türkis gehalten.

Es wird angenommen, dass sich Larimar Steine infolge von Vulkanausbrüchen gebildet haben. Einer Theorie zufolge hat sich das Magma unterhalb der Erdoberfläche mit einer Vielzahl von Substanzen, wie Aluminiumverbindungen, Natrium, Calcium und Eisen vermischt. Diese chemische Mischung ist in der Geologie als Pektolith bekannt, die im Wesentlichen ein Mineral ist, das in einer strahlenförmigen, faserigen oder kristallinen Masse auftritt. Dies ist die Ursache für seine ungewöhnliche, aber schöne helle blaue Farbe.

Larimar - der blaue edelstein aus der Dominikanischen RepublikDa Larimar in der Dominikanischen Republik heimisch ist und wegen seiner aussergewöhnlichen Schönheit, gibt es natürlich auch eine Menge Dominikanisches Brauchtum rund um diesen Stein. Er wird oft auch als starker, Spiritual-Stein angesehen. Dem Stein wird nachgesagt, dass er zu beruhigen, zu heilen und zu erleuchten vermag. Er soll es ermöglichen, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Der Stein selbst steht für Frieden, Klarheit und Liebe und wird Menschen, die gestresst sind, empfohlen. Das ist zweifellos alles auf seine ruhige blauen Farbe zurückzuführen.

Geschichte des Larimar

Es ist bekannt, dass die alten Tainos Berstein hoch geschätzt haben, aber ob sie irgendeinen Wert auf Larimar gelegt haben oder nicht, ist nicht bekannt. Es wird auch angenommen, dass Larimar trotz seiner Schönheit, bis vor kurzem sehr wenig Aufmerksamkeit erhalten hat.

Larimar - der blaue Edelstein aus der Dominikanischen RepublikDer mittlerweile erloschene Vulkan, in dem der Larimar entstanden ist, liegt in der Provinz Barahona, im südwestlichen Teil des Landes. Dokumente aus dem Dominikanischen Finanzministerium zeigen, dass vor rund 100 Jahren, ein Herr mit dem Namen Miguel Domingo Fuerte Loren ein Ansuchen um die Erlaubnis stellte, mit Grabungen in diesen Bereich zu beginnen zu können. Ob er die Erlaubnis erhielt ist nicht bekannt,  aber es scheint, dass eine Mine gebaut wurde, die Idee dann aber aufgegeben wurde und das Areal bis 1974 weitgehend unerforscht blieb.

In diesem Jahr, fanden zwei Herren, ein Mitglied der des Friedens Corps der Vereinigten Staaten und ein Dominikaner mit Namen Miguel Mendez, angeblich einige blaue Steine in diesem Bereich. Offenbar begannen sie, auf der Suche nach mehr von diesen blauen Kieseln, flussaufwärts zu waten und dabei entdeckten sie die Mine, die Miguel Domingo Fuerte Loren Jahre zuvor aufgegeben hatte. Innerhalb eines Jahres wurde die Nutzung  erneut gestartet und heute gibt es Hunderte von Schächten, die tief in den Berg führen.

Der Edelstein erhielt seinen Namen von Mendez. Das Wort Larimar wurde durch die Kombination der Anfangsbuchstaben von Mendez´s Tochter Larissa mit dem Wort "mar", dass das  spanische Wort für Meer ist, gebildet. Merkwürdigerweise, wurde der Edelstein, der obwohl er schon so lange existente, bis zu diesem Zeitpunkt aber weitgehend ignoriert wurde, nie offiziell benannt und so blieb der Name Larimar erhalten.

Larimar-Mine - Barahona - Dominikanische RepublikLarimar Bergbau

Die eigentliche Mine in Barahona ist mehrere Kilometer nördlich der Hauptstraße von Barahona nach Bahoruco. Die Piste ist sehr steil und hügelig und ohne Allradfahrzeug nicht passierbar. Es gibt auch keine Anzeichen für eine Mine, wenn man also nicht genau weiß wo sie ist, wird es sehr schwierig, sie zu finden. Allerdingsibietet die Landschaft entlang der Straße angeblich einen spektakulären Blick auf tropische Bäume und Blumen. Abgesehen davon, bestehen, wie vielen Bereichen des entlegenen Dominikanischen Umlandes, die Strukturen in der Umgebung der Mine meist aus kleinen, schlecht gebauten Häusern und Hütten.

Die meisten der Bewohner sind Männer, die in den Larimar-Minen arbeiten und deren Familien. Diese Männer beginnen in der Regel schon in einem sehr jungen Alter in den Minen zu arbeiten. In diesem Bereich gibt nicht sehr viele andere Möglichkeiten - die Minen bieten eine gewisse Stabilität und  ermöglichen es den Männern etwas Geld zu verdienen, genug, um ihnen und ihren Familien einen einfachen Lebensstil zu ermöglichen.

Larimar - der blaue Edelstein aus der Dominikanischen RepublikDie Arbeit in den Minen kann sehr gefährlich sein, da diese schlecht konstruiert und verstärkt sind und nur sehr wenige Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Der tiefe Tunnel kann leicht zusammenbrechen und die Bergarbeiter, die darin arbeiten einschließen. Eine Reihe von Bergleuten wurden Berichten zufolge bei solchen Zusammenbrüche schon lebendig begraben.

Während der Regenzeit werden die Minen gelegentlich auch überflutet wodurch die Möglichkeit des Abbaus begrenzt wird. Es ist nicht wirklich genau bekannt, wie viel Larimar in den Minen ist und möglicherweise könnte das Ende Abbaus dieses Edelsteins jederzeit möglich sein. Diese Unsicherheit und gelegentliche Gerüchte bezüglich der Verfügbarkeit des Larimars verursachen bisweilen große Schwankungen im Preis für diesen Stein. Die Tatsache, dass die Existenz von Larimar weithin bekannt wurde und dass Touristen den Stein gerne als Souvenir kaufen, hat seinen Wert zusätzlich gesteigert.

Larimar - der blaue Edelstein aus der Dominikanischen RepublikLarimar Schmuck

Larimar weist eine Härte zwischen 5 und eine 7 (Diamant, das härteste natürliche Mineral hat eine Härte von 10) auf der Mohs Skala auf, die eine Härteprüfung gegen Verkratzen durch andere Substanzen darstellt. Je dunkler die  blauen Steinen sind, desto näher liegt der Härtegrad bei 7, je heller das Blau ist umso näher liegt die Härte bei 5.

Die Härte der Steine und seine schöne Farbe haben den Larimar zu einem sehr beliebten Element für die Herstellung von Schmuck gemacht. Natürlich wird Larimar nicht direkt von der Mine entnommen und zu Schmuck verarbeitet, sondern muss ein eigene Verfahren durchlaufen.

Zunächst müssen die Steine aus der Mine sortiert werden, wobei bestimmt wird, welche Steine geeignet für die Herstellung von Schmuck sind. Weiters müssen sie nach Größe, Farbe und Klarheit eingestuft werden. Dann werden die Steine entsprechend geschliffen und poliert, bevor sie von einem Fachmann in das Schmuckstück montiert werden.

Es gibt Halsketten, Ohrringe, Manschettenknöpfe, Armbänder, Ringe, Anhänger und andere Formen von Schmuck die aus Larimar gemacht werden. In der Dominikanischen Republik gibt viele Läden in welchen diese Gegenstände verkauft werden. Auch im Internet gibt es mehrere Unternehmen die Larimar und Schmuck aus diesem Stein verkaufen.

Das Larimar Museum in der Zona Colonial in Santo Domingo ist zu einem beliebten Besuchsziel geworden. Es stellt große Anzahl von unterschiedlichen Larimarsteinen aus und hat einen Shop sowie einen Geschenkeladen. Sollte man bei den angebotenen Schmuckstücken nicht
fündig werden, kann man sich im Geschäft des Museums, ein Schmuckstück nach eigen
Wünschen anfertigen lassen.

Es gibt auch Anbieter die Larimarschmuck auf der Straße verkaufen. Obwohl die Artikel billiger
sein können als solche, die im Larimar Museum oder in den Läden angeboten werden, so sind diese in der Regel von schlechterer Qualität und könnten sehr gut auch gefälscht sein, so dass Kauf Larimar auf der Straße vermieden werden sollte oder zumindest mit Vorsicht geschehen sollte.

Für die besucher der Dominikanischen Republik könnte es schwierig sein zu entscheiden, was man als Souvenir mit nach Hause bringt. Larimar, die einzigartige Geschichte und Schönheit dieses Steines machen diese Entscheidung vielleicht ein wenig leichter. Ob man ein schönes Schmuckstück kauft oder einfach einen kleinen Stein als Glücksbringer oder Andenken den Urlaub - Larimar ist immer eine hervorragende Wahl.

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