Jaden Tap Tap Garten Haiti 01

Jaden Tap Tap - eine ganz besondere Initiative steht heute im Mittelpunkt unseres Berichtes.

Jaden Tap Tap, die grüne Oase in Cite Soleil dem größten Slum in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, ist eine Initiative, die den Bewohnern, die dort ihre eigenen Grünflächen pflegen und kultivieren, das Gefühl von Eigenständigkeit und Stolz zurück gibt.

Moringa-Baeume im Jaden Tap Tap in Cite soleil"Pflanze Moringa - ernte Gemeinde-Harmonie" könnte ein gutes Motto für Jaden Tap Tap, einer grünen Oase in dem harten, mit Müll übersäten Schandfleck, der Cité Soleil ist, sein. Der Slum im Norden der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, wird oft als der einer der gefährlichsten in der westlichen Hemisphäre beschrieben.

Jaden Tap Tap mit seinen Reihen an schnellwachsenden, nahrhaften Moringa-Bäumen, bekannt auch als der Baum des Lebens, ist ein Gemeinschaftsgarten. Kommt man aus dem ausgedörrten Ödland, das Cité Soleil ist, ist es hier merklich kühler. Wie ein grüner Kokon, bietet es eine Abschirmung zur harten Realität des Lebens außerhalb seiner Mauern. Sein Name ist Haitianisches Creole und steht für Garten-Taxi - Tap Taps sind die markanten, bunt bemalten Fahrzeuge, die in den Straßen von Port-au-Prince verkehren.

Daniel Tillias - Direktor des Jaden Tap TapDer Garten wurde von drei Männern geschaffen, die einen Traum hatten, aber weder offizielle Unterstützung noch genug Geld für eine Bewässerungspumpe. Sie haben immer noch keine Pumpe und die Behörden bleiben nach wie vor uninteressiert an dem Projekt und dessen Potenzial, aber Daniel Tillias, Direktor des Jaden Tap Tap, bleibt gelassen. "Einen Garten zu betreiben ist mehr als der Anbau von Pflanzen, es geht darum Menschen zu kultivieren", sagt er und zitiert dabei den verstorbenen Japanischen Philosophen Masanobu Fukuoka, berühmt für sein Buch The One Straw Revolution.

Tillias, Herode Gary Laurent und Franz Francois alle aufgewachsen in Cité Soleil, legten die ersten Samen im Garten auf einer ein paar Hektar großen Deponie. Tillias sagt, die Geschichte des Grundstückes, dass sie begannen zu bebauen, sei symbolhaft für einige der politischen Unruhen in Haiti. "Die Leute sagen, dass einige wohlhabende Geschäftsleute die T-Shirt-Fabriken, die hier auf dem Land waren, aufgegeben haben. Die Menschen aus Cité Soleil zerstörten und plünderten alles, was nach dem Sturz von (Präsident) Aristide im Jahr 2004 noch vorhanden war. Es wurde zu einer Deponie und der Ort im Viertel, an dem Morde geschahen."

Bunte Autoreifen dienen als PflanzgefaesseVon Anfang an wurden im Garten dekorierte Siedlungsabfälle, wie beispielsweise bunt bemalte Reifen, die als Töpfe verwendet werden, recycelt. Auch entscheidend war die bereitwillige Arbeit der Menschen, die im Zeltlager auf der auf der anderen Straßenseite leben. Sie durchstreiften das Land, ackerten und pflanzten in der ruhigen Grünfläche und schließlich ernteten sie das Gemüse für den Kochtopf der Familien, es wurde fair und gerecht geteilt. Sie nahmen Samen und Pflanzen mit nach Hause und starteten dort ihre eigenen Container-Gärten. Für sie ist es eine Möglichkeit, wenn auch nur für kurze Zeit, die erstickende Wirklichkeit ihres Lebens in den Kunststoffzelten hinter sich zu lassen.

"Ich liebe es, hierher zu kommen. Es ist ein herrlicher Platz für die Gemeinschaft", sagt Joseph Fanie, eine ältere Dame, die gemeinsam mit anderen Bewohner von Cite Soleil, mit der Hacke in der Hand im Garten erschien. "Ich habe meinen eigenen Garten begonnen", sagt sie stolz.

Es ist der Beweis, sollte überhaupt ein Beweis erforderlich sein, eines großartigen Beispiels, geschaffen durch den Jaden Tap Tap, den größten städtischen Garten Haitis, sich der Bewegung für städtischen Anbau des amerikanischen urbanen Landwirtes Will Allen anzuschließen.

Im Garten gibt 20 Arten von Gemüse und Kräutern"Wir wollen den Menschen in Cité Soleil ein Erfolgsmodell geben. Etwas zu tun. Und auch etwas zu essen ", erklärt Tillias. Die reichlichen Produkte des Gartens werden von der Gemeinde in einer zweckdienlichen, aber ehrenvollen Weise geteilt. Es gibt 20 Arten von Gemüse und Kräutern - Aubergine, Paprika, Mangold, Radieschen, Kartoffeln, Petersilie und Basilikum. Und es gibt den Moringa-Baum, seine Blätter, die die armen Haitianer ihren Säften, Suppen, Maismehl und Reis beimengen, sind reich an Eiweiß und Vitaminen.

Der Jaden Tap Tap zeigt, dass "auch etwas Positives aus Cité Soleil kommen kann", sagt Tillias.

Das ist eine mJaden Tap Tap ist die grüne Oase in Cite Soleilutige Aussage. Das Stadtviertel, das meist ertragsarmes Land ist, mit Kunststoff-Zeltlagern, so weit das Auge reicht, ist routinemäßig bei jeder diplomatischen Mission in der roten Zone oder auf der No-Go-Liste. "Wir versuchen, das Viertel von einem roten Bereich in einen gelben und in Folge in einen grünen Bereich zu verwandeln", erklärt der Jaden Tap Tap Schöpfer und weist darauf hin, dass bereits mindestens 25 kleinere Nachahmer Gärten, in den Slums entstanden sind. Neben dem Garten gibt es auch noch Sakala, eine Jugendgruppe, die mit Hilfe von Fußball, Friedens- und Entwicklungsinitiativen lehrt. Junge Kinder von Fraternité, einer kirchlichen Grundschule neben dem Jaden Tap Tap, nutzen die Oase um zu lernen wie sie ihre Zukunft entwickeln können.

Jaden Tap Tap gibt den Menschen das Gefühl von Eigenständigkeit und Stolz In der mit Müll und Abwasser übersäten Umgebung von Cité Soleil, besteht der Moringa-Wald zwar immer noch nur aus spindeldürren Reihen von rund 3 Meter hohen Bäumen. Aber sie werden bis zu 6 Meter hoch und sind eine große Ressource. Wirklich der Baum des Lebens, betont Tillias. Fast jedes Teil der Pflanze ist von Nutzen für Mensch und Tier." Ein Teil des Gartens ist eine Moringa-Baumschule und die Menschen werden dazu ermutigt, einen Mini-Wald in einem alten Reifen pflanzen. "Man braucht nicht viel Platz für einen Garten, wir sagen den Leuten "man muss nur wollen", erklärt Tillias

Den Garten inmitten des Slums Cite Soleil findet man auch auf Facebook

Die Videos bieten einen kleinen Einblick in die grüne Oase

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