unfallDie Strassen in der Dominikanischen Republik sind leider immer wieder Schauplatz von schweren Unfällen und die Gründe sind mehr als vielfältig. Nicht umsonst gehört der Verkehr in diesem Land zu den gefährlichsten überhaupt. Doch nicht nur fahrende Personen werden bei solchen Zwischenfällen oft getötet oder verletzt.

 

In der Gemeinde Barsequillo / Haina wurden beim Überqueren der Strasse gleich mehrere Personen von einem Lieferwagen erfasst. Vier Menschen verloren dabei ihr Leben, zwei weitere wurden verletzt. Gestorben bei dieser Tragödie ist die 41 Jahre alte Mutter mit ihren zwei Kindern ( fünf und zwei Jahre alt ) so wie ein weiteres sechs Jahre altes Kind. Immer wieder kommt es an dieser Stelle, und nicht nur hier, zu solchen Unfällen mit tragischem Ausgang. Schon seit langem verlangte man darum hier einen Fussgängerübergang, welcher aber als nicht notwendig erachtet wurde seitens der Regierung.

All die Menschen würden noch leben, hätte man diese Überführung gebaut, meinte der Bruder der verstorbenen Mutter. Wie viele Menschen müssen noch sterben bis man handelt ? Meine Schwester und Ihre Kinder waren auf dem Rückweg von einem Kindergeburtstag und mussten diese gefährliche Strasse überqueren als der Lieferwagen die Gruppe erfasste. Viele Anwohner waren nicht nur zutiefst betroffen und traurig, sondern auch erzürnt das immer wieder Menschen sterben müssen und nichts unternommen wird.

Man protestierte darum in dem man brennende Reifen und anderes Material auf die Strasse warf. Die Polizei war schnell vor Ort und trieb die Menge mit Tränengas auseinander. Etwas was den Zorn nur noch mehr entfachte – man brannte nun auch noch den Lieferwagen nieder, der immer noch dastand. Als wären die Toten schuld an diesem Protest, warf die Polizei gar Tränengas in den Raum wo man um die Toten trauerte. „Man respektiert hier weder die Lebenden, wir sind für die Regierung einfach nichts wert, aber man respektiert auch nicht einmal die Toten und den Schmerz der Familie“ schilderten erzürnte Familienangehörige. In dieser Gegend ist die Armut sehr hoch obwohl viele Firmen in der Region angesiedelt sind. Leider kein Einzelfall in diesem Land.

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