haitiDer Leiter der Delegation der Europäischen Union in Haiti, Vincent Degert zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit der EU und Haiti. Im letzten Monat wurde eine Vereinbarung zwischen der Europäische Investitionsbank (EIB) und dem Industrial Development Fund (FDI / Fonds für industrielle Entwicklung ) unterzeichnet über eine erste Tranche von 12 Millionen Euro zur Finanzierung einer Reihe von Investitionen.

In Kürze wird auch der Vizepräsident der EIB in Haiti erwartet. Diese Entwicklung sei ganz im Sinne von Jovenel Moise, dem Präsidenten von Haiti. Während seiner Reise nach Europa im vergangenen Jahr, knüpfte er umfangreiche Kontakte und bat die Präsenz der Investoren und der Europäischen Investitionsbank in Haiti stärker auszubauen.

EIB arbeitete bereits in der Vergangenheit mit Unternehmen in Haiti zusammen, wie Sofihdes und Acme. Man könne sich auch noch weitere Zusammenarbeit mit anderen Firmen vorstellen wie Fonkoze und ähnlich aktiven Unternehmen. Denn private Investitionen seien zur Schaffung von Arbeitsplätzen dringend erforderlich.

Ebenfalls werde man seitens EU die Fortsetzung vom Ausbau der Nationalstrasse 3 unterstützen. Diese verbindet die Stadt Cap Haitien mit der Hauptstadt Port-au-Prince und stellt ein enorm wichtiges Rückgrat der haitianischen Infrastruktur im Bereich Verkehr und Transport dar.

Weitere wichtige Aspekte sollen angegangen werden. Dies insbesondere im Bereich Abfallbewirtschaftung und Ernährungssicherung. Bei den oft noch sehr schlechten Ernten welche durch Unwetter und andere negativen Einwirkungen eine ungenügende Sicherheit darstellt, die Bevölkerung zu ernähren, müsse man weitere Möglichkeiten finden die Nahrungsmittelkette zu stabilisieren und sicher zu stellen. Im Bereich der Abfallbewirtschaftung sei es ebenso dringend nachhaltige Lösungen zu finden. Immerhin habe die Hauptstadt Port-au-Prince in Kürze Millionen Einwohner. Bis 2030 rechne man mit 5 Millionen Einwohnern und weiteren 200 000 Wohnungen. Dies bedinge aber auch das die verursachten Abfälle entsorgt und nachhaltig verarbeitet würden um keine zusätzliche Belastung für Haiti zu regenerieren.

Weitere Projekte welche die Delegation der EU unterstütze sind bereits am laufen und / oder in Planung. Eher wirtschaftlich labilere Regionen sollen stabilisiert werden durch Massnahmen gegen Erdbeben- und Umweltschäden. Da solche Naturkatastrophen immer sehr grosse Auswirkungen haben im Land. Der Delegationsleiter wies unter anderem auch darauf hin, dass die EU auch im Hinblick auf die kommenden Wahlen sich ein sicherer und verlässlicher Zyklus wünscht welcher geordnet verlaufe und die Rechte des Volkes ernst nehme. Die Wahrung der Demokratie sei ein wichtiger Bestandteil der weiteren Zusammenarbeit.

Nicht zuletzt sind auch weitere Europäische Unternehmen bereits in Haiti etabliert und die Präsenz dieser Investoren seien eine positive Entwicklung für das Land. So haben unter anderem Digitel ( Irland ) , Heineken ( Holland / Eigentümer von Brana ), Rubis ( Frankreich / Besitzer von Dinasa und mehreren Tankstellen ) in den letzten Jahren mehr als 1,5 Milliarden Dollar im Land investiert. Man dürfe davon ausgehen, dass solche Unternehmen diese Investitionen vornehmen um langfristige Ziele in Haiti zu erreichen. Mit dieser Entwicklung gehe man positiv in das Jahr 2019 welches sicher sowohl für Europa wie aber auch Haiti betreffend Zusammenarbeit erfreulich gut begonnen habe und wichtig sei für eine effektive Entwicklung von Haiti.

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