Borkenkäfer bedrohen die dominikanischen WälderSanto Domingo - Mehr als 10.000 Tareas (6.290.000 m²) der nationalen Wälder in Moncion, San Jose de Las Matas und Santiago Rodriguez werden von einem bekannten Schädling angegriffen: dem Borkenkäfer, der allgemein auch als der Sechs-Dorn-Gravierkäfer (Ips calligraphus) bekannt ist..

Das Umweltministerium hat aus diesem Grund eine Task Force eingerichtet, die sich mit dem Problem befasst. Manuel Serrano, der stellvertretende Minister für Waldressourcen, erklärte dass diese Task Force die Aufgabe habe, Maßnahmen, Pläne und Programme zur Bekämpfung und Beseitigung der Käfer, die die Kiefernplantagen bedrohen zu erarbeiten um so das Gleichgewicht, die Entwicklung und die Produktivität der gefährdeten Waldressourcen wieder herzustellen.

Borkenkäfer bedrohen die dominikanischen WälderUmgesetzt sollen diese Maßnahmen von Plan Sierra, den regionalen Umweltdirektoren in Santiago Rodríguez und San José de Las Matas, dem Bürgermeisteramt dieser Gemeinde und den nationalen Wald- und Forstverwaltungsabteilungen werden. Serrano betonte, dass die Schaffung von schädlingsfreien Beständen eine langfristige Strategie zur Bekämpfung des Käfers sei und forderte die Bewohner der betroffenen Zonen auf, diese Initiative zu unterstützen und einen Teil ihres Landes für die Wiederaufforstungspläne zu verwenden, wenn die Regenfälle eintreten, denn nur so kann die Waldbedeckung und die Wasserproduktion erhöht.

Kurzfristig sollten neu geschnittenes Holz, Späne und sogar Sägemehl so schnell wie möglich entfernt werden, da der Geruch von frisch geschnittenem Kiefernholz den Käfer anlocke. Laut einschlägiger Literatur soll die Plage auch ausgerottet werden können, indem man Geräusche konkurrierender Käferarten in den Befallsbereich einbringt. Anscheinend macht das die Stichkäfer verrückt und sie verschlingen sich gegenseitig.

Borkenkäfer (Isp calligraphus) nehmen bei ungünstigen Wetterperioden zu und schwächen die Kiefern. Sie gehören zur Ordnung der Käfer; sie sind weltweit verbreitet und an vielen Stellen zu finden, erklärte der Biologe Brigido Hierro, Techniker der Abteilung für Genetik der Direktion für Biodiversität des Umweltministeriums. Ausgewachsene Tiere schaffen "Brautgallerien" für neue Nachkommen, denn sie ernähren sich zusammen mit ihren Larven vom Saft des Holzes. Die Käfer vermehren sich das ganze Jahr über, vermehrt jedoch in der Zeit von April bis September. Es sind keine Pestizide bekannt, die den Käfer, der in der Baumrinde nistet und brütet und sich vom Saft ernährt, tötet. Die Bäume werden durch den Befall kommerziell unbrauchbar.

 

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