Haiti: Bewaffnete greifen die Autokolonne des chilenischen Botschafters anChiles Botschafter in Haiti wurde während eines Besuchs einer Initiative für sauberes Wasser in einem haitianischen von bewaffneten Männern Dorf angegriffen.

Patricio Utreras besuchte vergangenen Mittwoch (27. März) zusammen mit seiner Frau und einer Reihe von NGO-Angestellten ein Projekt der Fundacion America Solidaria, einer NGO für sauberes Wasser, als fünf unbekannte Männer, die mit AK-47 bewaffnet waren, die Delegation überfielen.

Die  Bewaffneten waren in einem weißen Ford gegen Mittag in Boutin, einem Dorf etwa 19 km von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt angekommen und eröffneten das Feuer auf die Gruppe.

Die zum Schutz von Utreras eingesetzte chilenische Polizei verwendete laut einer Aussage des chilenischen Außenministeriums ihre Dienstwaffen, um den Angriff abzuwehren, und zwang die Angreifer zur Flucht. Berichten zufolge untersuchen die Behörden den Angriff, der kein offensichtliches Motiv hatte.

Haiti: Bewaffnete greifen die Autokolonne des chilenischen Botschafters anEs gab widersprüchliche Berichte über Todesfälle und Verletzungen. Chiles Außenministerium sagte, ein Mitarbeiter der Fundacion America Solidaria sei getötet worden. Der Botschafter und seine Frau blieben unverletzt, ihr Fahrer erlitt eine Schusswunde am Handgelenk. Die Gruppe selbst versicherte den Familien der freiwilligen Helfer, dass "es allen gut gehe". Das Ministerium gab an, dass alle an dem Vorfall Beteiligten in ein Gesundheitszentrum gebracht wurden, um untersucht zu werden. Verschiedene chilenische Medien berichteten auch, dass einer der Angreifer getötet worden sei.

Die Fundacion America Solidaria sagte in einer Erklärung, dass einer ihrer Fahrer, Frantz Eliancin, vermisst werde und dass - neben dem Fahrer von Utreras - eines ihrer Teammitglieder ebenfalls eine leichte Verletzung erlitten habe.

In der Erklärung wurde auch angegeben, dass Andy Blaise, ein Ingenieur bei Proyecto Universal, einer Organisation, die sich mit Infrastruktur- und Landwirtschaftsproblemen befasst und Abner Cejuste, Mitglied der nationalen Direktion für Trinkwasser und Hygiene in Haiti ebenfalls vermisst werden. Beamte aus Haiti äußerten sich nicht zu dem Angriff.

Die Delegation besuchte das Wash-Projekt, eine Initiative, die ein System aufbaut, um den Zugang zu Trinkwasser sicherzustellen und die hygienischen Bedingungen in der Gemeinde zu verbessern. Die haitianische Niederlassung der Fundacion America Solidaria hatte am selben Tag Fotos von des Standortes auf Twitter gepostet und gab an, dass der Bau des Trinkwassersystems in Boutin rund 3.500 Menschen in der Gemeinde Croix-des-Bouquets zugute kommen wird.

Der Angriff am Mittwoch kam inmitten der anhaltenden Instabilität und einer sich verschlechternden Sicherheitslage in Haiti, die seit Wochen tödliche Proteste erlebt hat.

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