Haiti Street Dog Projekt

Die Straßen Haitis - eine Welt in der ein Hund den anderen frisst. Hunde sind überall in Haiti: unter geparkten Autos, tot am Straßenrand , durch die Straßen wandernd. Nicht nur dass sie überall sind, sie sind auch hungrig.


Street Dog Project HaitiMan sieht Hunde die auf die Müllberge an den Straßenecken klettern um mit ihren Nasen nach etwas zu suchen nur um um ihren Hunger zu lindern. Die Hunde, von denen die meisten Mischlinge sind, werden auf der Insel als Chien Peyi oder "Landhunde" bezeichnet. Ihr Brustkorb zeichnet unter ihrem Fell ab und viele von ihnen sind im Gesicht verletzt oder haben gebrochene Beine.

Die Straßenhändler werfen Steine nach den Hunden, wenn diese ihren Ware nach Nahrung durchstöbern. Die Straßenhunde bellen nicht. Ihre Schwänze wedeln nicht. Die Hunde haben Angst vor Menschen.

"Wenn die Menschen unter schlechten Bedingungen leben, ist es normal für die Tiere, auch in einem schlechten Zustand zu sein", sagt Dr. Wousvel Jean Jacques, ein Tierarzt der für das Straßenhunde-Projekt arbeitet. "In einem Land, in dem die menschlichen Gesundheitsbedürfnisse nicht erfüllt werden können, hat das Wohlergehen von Tieren einen noch geringeren Stellenwert."

Street Dog Project Haiti"Die Menschen hier sehen nicht die Dringlichkeit, den Hunden zu helfen", sagt Dr. Wousvel. "In erster Linie entwickeln sie nicht die Liebesbeziehung zu den Tieren wie wir sie kennen, zum anderen sehen sie nicht, dass, wenn sie sich um die Tiere kümmern, ihnen Schutz bieten und sie füttern, sie damit eine Menge Probleme lösen können."

Die Hunde, die von zuhause ausgesetzt werden, werden die Straßenhunde von Haiti. Viele Hunde wurden nach Haitis Erdbeben 2010 vertrieben. Viele von ihnen endeten tot, verletzt, vernachlässigt oder sich selbst überlassen in der Wildnis. "Die Hunde sind vielen Gefahren ausgesetzt und alles könnte passieren wenn sie in den Straßen sind", sagte Dr. Wousvel.

Die schlechte Gesundheit der Hunde ist eine Bedrohung für die Menschen, wenn sie bösartig werden und beißen. Viele der Hunde sind nicht geimpft und Bakterien im schmutzigen Wasser ausgesetzt, das sie von der Straße trinken.

"Die Tiere in den Straßen haben nie irgendeine Art von Pflege erhalten. Sie werden von Parasiten befallen, die schließlich auf den Menschen übertragen werden können ", so Dr. Wousvel. "Wir haben mit Leuten aus dem Landwirtschaftsministerium gesprochen, die diese Probleme behandeln sollten, aber sie haben nicht die nötigen Ressourcen - weder Geld, noch genügend Menschen - um zu helfen, dieses Problem zu lösen."

Diane Gillard - Gründerin und Geschäftsführerin des Haiti Street Dog ProjektesDie Menschen selbst sind wegen der finanziellen Barrieren einer Reihe von Krankheiten und Unterernährung ausgesetzt. Wasserverschmutzung wurde ein großes Problem. Die haitianische Regierung bietet zweimal im Jahr kostenlose Tollwutimpfstoffe, die Besitzer von Hunden in Anspruch nehmen können. Die Straßenhunde allerdings erhalten diese Art von Betreuung nicht.

Die haitianische-amerikanische Diane Gillard, Gründerin und Geschäftsführerin des Straßenhunde-Projektes Haiti, zog im vergangenen Jahr nach Haiti und startete das Hundeprojekt nachdem sie die Bedingungen der Hunde unter welchen die Hunde leben, sah. "Das Straßenhunde-Projekt liegt mir am Herzen", sagt Gillard. "Ich realisierte die Anzahl der Hunde in den Straßen, die obdachlos waren und weder Zuwendung noch Pflege hatten. Also, habe ich mein eigenes Geld genommen und begonnen, die Hunde in den Straßen zu füttern."

Gillard hat Kontakt zu Tier-Agenturen in den Staaten aufgenommen, fand aber keine Programme oder Menschen die sie unterstützen, als sie Beratung und Hilfe gesucht hat.

In den Staaten gibt es Tonnen von Interessengruppen und Organisationen für Streuner, die sich der obdachlosen und verlassenen Haustiere annehmen. Diese Initiativen bemühen sich, die Anzahl der Straßentiere zu minimieren. Organisationen wie die Hope for Paws and Street Dog Foundation bieten den Tieren Unterkunft und Nahrung sowie Möglichkeiten zur Adoption.

Derzeit sind Gillard und die Administratoren des Hunde-Projektes dabei, einen Ort zu finden um ein Pilotprojekt zu betreiben. Während dieses Pilotprojektes planen sie, die Bewohner dieser Gemeinde über die Tierpflege aufzuklären und ihnen Gesundheits- und Ernährungstipps aufzuzeigen die sie brauchen um sich angemessen um die Haustiere kümmern zu können.

Street Dog Project HaitiSie starteten eine Facebook -Seite um das Bewusstsein für das Projekt zu erhöhen. Das Projekt so hofft Gillard wird das Problem der Straßenhunde durch die Zusammenarbeit mit den haitianischen Tierärzten sowie in Partnerschaft mit der haitianischen Regierung welche eine Infrastruktur schafft und die Tierkontrolle, die Sicherheit der Tiere und den Tierschutz durchsetzt, angehen und soweit als möglich beheben.

Das Pilotprojekt wird ihnen auch eine Vorstellung von den Kapazitäten und Mitteln die benötigt werden um die Hunde in einer einzigen Gemeinde zu betreuen.

"In Haiti ist die unkontrollierte Vermehrung von Hunden wirklich außer Kontrolle geraten, weshalb unser Projekt sich auf als eine der HAuptaufgaben auf Populationsmanagement konzentrieren wird", sagt Gillard.

Street Dog Project HaitiIm ländlichen Haiti so sagt sie, haben Tiere / Hunde zwar Eigentümer, aber es gibt keine wirkliche Aufzeichnungs- bzw. Registrierungsmethode um zu verfolgen, wer einen Hund besitzt. "Unser Programm wird Modelle entwerfen, damit die Menschen verantwortlich gemacht werden können für ihre Hunde und um jene Hunde zu verfolgen welche in Besitz sind im Vergleich zu den Streunern", erklärt Gillard.

Das Ziel des Straßenhunde-Projektes ist es, Haiti´s erstes Tier-Kontrollsystem zu sein, wo die Menschen ihre Haustiere zur Gesundheitsversorgung bringen können und Familien Tiere adoptieren können um sie zu sich nach Hause zu nehmen.

Das Projektteam ist mit dem Ministerium für Landwirtschaft in Kontakt um beim Aufbau einer angemessenen Pflege und Versorgung für die Tiere des Landes zu helfen. Sie müssen $ 100.000 US-Dollar auftreiben, um das Projekt zum Laufen zu bringen. Ihre GoFundMe Kampagne (die sie gerne unterstützen können) hat bisher $ 2.720 Dollar eingebracht.

Humane Society International, eine große internationale Organisation welche Haitis Straßenhund Dilemma verfolgt, besuchte Haiti nach dem Erdbeben und beteiligte sich an der Tollwutimpfkampagne des Landwirtschaftsministeriums, wo 250.000 Straßenhunde erreicht wurden.

Es sei auch geplant so Dr. Wousvel sich mit dem Ministerium für Landwirtschaft zusammenzusetzen und zu diskutieren, wie die Regierung - ob mit Impfstoffen oder Land um die Einrichtung zu bauen - helfen kann, zu dem Projekt beizutragen.

Im Augeblick funktionieren Haitis Straßen buchstäblich nach dem Motto "Hund frisst Hund", bis Haiti Straßenhunde-Projekt in Gang kommt.

Haiti Street Dog Project auf Facebook

Fundraiser-Kampagne für Haiti Street Dog

NPH 270x360 1

Booking.com
Zum Seitenanfang